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Reifen auswuchten

Warum werden Reifen ausgewuchtet? - Wenn rotierende Gegenstände aus der Symmetrie geraten, entsteht eine Unwucht. Bei Autoreifen kann das durch eine ungleichmäßige Abnutzung der Lauffläche verursacht werden, weil beispielsweise die Spur nicht richtig eingestellt ist. Das macht sich meist bei höherem Tempo durch ein vibrierendes Lenkrad bemerkbar und kann die Sicherheit beeinträchtigen oder sogar zu Schäden an Fahrwerk und Lenkung führen. Lassen Sie in diesem Fall durch einen Fachmann eine Spureinstellung vornehmen und die Reifen auswuchten.

Methoden des Auswuchtens

Das Auswuchten sollte jedoch nicht erst bei Problemen vorgenommen werden, sondern bestenfalls bei jedem Reifenwechsel. Die Werkstätten verfügen dafür über spezielle Geräte. Sie simulieren das Fahrverhalten eines Autos und messen die Rolleigenschaften des Reifens. Mancherorts kommt auch das elektronische Feinwuchten zum Einsatz, für das die Reifen nicht mal vom Fahrzeug abmontiert werden müssen. Durch beide Verfahren kann eine Unwucht erkannt und anschließend durch das Einsetzen von Gewichten innen oder außen an der Felge behoben werden. Sie bringen die Masseverteilung wieder ins Gleichgewicht und werden entweder geklemmt oder geklebt. Darüber hinaus gibt es Steck- und Schlaggewichte. Früher waren die Gewichte aus Blei, doch das ist seit 2002 verboten. Inzwischen wird meist Zink oder Stahl als Material verwendet.

Statische und dynamische Gewichte

Natürlich kann es auch vorkommen, dass die Masse nicht erhöht, sondern verringert werden muss, um die Unwucht zu beseitigen. Dann wird nicht mit Gewichten gearbeitet, sondern mit Bohren, Schleifen oder Fräsen. Es können auch Schrauben herein- oder herausgedreht werden. Neben den statischen Auswuchtgewichten gibt es die dynamische Variante in Form eines Thermoplastschlauchs mit einer Füllung aus losen Stahlkugeln. Diese Methode hat sich bisher jedoch nicht am Markt etablieren können.

Spureinstellung

Wenn die Spur an Ihrem Fahrzeug schlecht eingestellt ist, merken Sie das meist beim Geradeaus fahren - die Lenkung scheint zu "flattern". Auch Über- oder Untersteuern in Kurven kann ein Anzeichen für eine notwendige Spureinstellung sein. Doch auch auf den Verschleiß der Reifen hat sie Auswirkungen. Das Profil nutzt sich einseitig ab und der Autoreifen muss früher ausgetauscht werden als bei einer korrekten Spureinstellung. Als Spur wird übrigens das Mass des engeren oder weiteren Abstandes vorne und hinten zwischen den Rädern einer Achse bezeichnet.

Für Autofahrer ist es quasi unmöglich, die Spureinstellung selbst vorzunehmen. Zum einen ist die Vermessung schwierig, zum anderen bewegen wir uns im Millimeterbereich, der ohne technische und digitale Messmittel nicht feststellbar ist. Doch schon die kleinste Veränderung macht sich deutlich bei den Fahreigenschaften Ihres Autos bemerkbar. In einer Werkstatt oder einer unserer Montagestationen ist die Spureinstellung hingegen eine Sache von wenigen Minuten. Am besten lassen sie diese nach im Zuge eines Reifenwechsels vornehmen. Die Fachleute wissen zudem genau, welche Achsgeometrie optimal ist - Vorspur, Nachlauf und Sturz werden von den Fahrzeugherstellern vorgegeben.

Auto bleibt in der richtigen Spur

© Stephane Bonnel FOTOLIA

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