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Veröffentlicht am: 3. November 2025
Autor: Reifendirekt Team
Lesezeit: 5 Minuten
Kurz gesagt: Sicherheit. Reifen sind die einzige Verbindung Ihres Fahrzeugs zur Straße. Ihr Zustand beeinflusst Grip, Bremsweg, Kraftstoffverbrauch und die allgemeine Fahrsicherheit.
Je geringer die verbleibende Profiltiefe, desto schlechter kann der Reifen Wasser ableiten – das Risiko von Aquaplaning steigt. Bei zu wenig Profil verliert der Reifen Haftung in Kurven und auf Schotter- oder Feldwegen. Bei hohen Geschwindigkeiten droht zudem Überhitzung, was die Gummimischung beschädigen oder zerstören kann.
In den meisten europäischen Ländern beträgt die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe 1,6 mm über die mittleren drei Viertel der Lauffläche. Unterhalb dieses Wertes verlieren Reifen ihre Haftung und sind nicht mehr verkehrssicher. Regelmäßige Kontrollen verhindern Sicherheitsrisiken und Bußgelder.
Beginnen Sie mit einer gründlichen Sichtprüfung. Achten Sie auf:
Ein einzelner Reifen kann ersetzt werden, sofern beide Reifen auf derselben Achse vom gleichen Hersteller und mit identischem Profil sind. Das Mischen von Spikes- und Nicht-Spikes-Reifen auf einer Achse ist extrem gefährlich.
Auch wenn ein Reifen äußerlich in Ordnung scheint, können sich kleine Unregelmäßigkeiten mit der Zeit zu ernsten Sicherheitsrisiken entwickeln.
Die Profiltiefe lässt sich mit einem Profiltiefenmesser oder dem 1-€-Münzentest prüfen – stecken Sie die Münze in die Profilrillen. Wenn der goldene Rand sichtbar bleibt, ist der Reifen unter der gesetzlichen Mindestgrenze.
Messen Sie an mehreren Stellen, da sich der Verschleiß oft ungleichmäßig verteilt. Teilen Sie die Lauffläche in etwa sechs Abschnitte und prüfen Sie jeden davon. Diese Methode ersetzt kein Messgerät, ist aber hilfreich, wenn keine integrierten Verschleißanzeiger vorhanden sind.
Die Profiltiefe bestimmt, wie effektiv ein Reifen Wasser ableitet und Haftung bietet. Damit Fahrer erkennen, wann der Reifen die Mindesttiefe erreicht hat, bringen Hersteller kleine Erhöhungen in den Profilrillen an – sogenannte Verschleißanzeiger (TWI).
Sie befinden sich am Boden der Profilrillen und sind auf der Seitenwand mit einem „TWI“-Symbol, einem kleinen Dreieck oder einem Markenzeichen gekennzeichnet. Wenn die Lauffläche auf gleicher Höhe mit diesen Erhöhungen liegt, ist der Reifen verschlissen und muss ersetzt werden.
Manche Hersteller verwenden zusätzliche Symbole wie ein Tropfensymbol, das die Wasserableitung anzeigt: Ist der Tropfen sichtbar, funktioniert die Wasserableitung noch; verschwindet er, steigt das Aquaplaning-Risiko.
Das wichtigste Kriterium für Sommerreifen ist die verbleibende Profiltiefe. Hersteller empfehlen mindestens 2 mm, gesetzlich sind 1,6 mm vorgeschrieben. Liegt die Profiltiefe darunter, muss der Reifen ersetzt werden.
Bei Winterreifen wird ein Wechsel empfohlen, sobald die Profiltiefe unter 4 mm fällt, da tiefe Rillen für Schnee- und Schneematschgrip entscheidend sind.
Beachten Sie außerdem die DOT-Nummer – ein vierstelliger Code, z. B. 1219 für Produktionswoche 12 / 2019. Reifen sollten in der Regel alle 5–6 Jahre ersetzt werden, da Gummi mit der Zeit aushärtet und Risse bekommt.
Wichtig: Winterreifen gehören nicht in den Sommer. Wird dennoch mit ihnen gefahren, gilt auch hier die Mindestprofiltiefe von 1,6 mm.
Ganzjahresreifen tragen Markierungen wie „All Season“, „M+S“ oder das 3PMSF-Schneeflockensymbol. In einigen Ländern gilt im Winter eine Mindestprofiltiefe von 4 mm, außerhalb der Saison 1,6 mm. Viele Reifen haben zwei Indikatoren – einen für Sommer, einen für Winter.
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Schäden an der Reifenseitenwand können durch Bordsteinkanten, Schlaglöcher, zu niedrigen Reifendruck oder Alterung entstehen. Sie führen oft zu ernsthaften Sicherheitsrisiken und sind nicht reparierbar. Regelmäßige Kontrollen, der richtige Reifendruck und eine vorsichtige Fahrweise tragen dazu bei, Schäden zu vermeiden und die Lebensdauer der Reifen zu verlängern.
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